Review: ENGEL IN MEINEM HAAR

Die wahre Geschichte iener irischen Mystikerin

von Lorna Byrne

Das im Goldman Verlag erschienene Buch, in deutsche Sprache übersetzt von Claudia Fritzsche ist ein sehr angenehm anmutendes Buch. Es ist sehr leicht zu lesen, und die Geschichte fliegt trotz der doch satten 476 Seiten nur so dahin.

Lorna Byrne erzählt autobiographisch von ihrem Leben als Mensch mit dem sechsten Sinn. Bereits als kleines Mädchen erkennt sie, dass sie über außergewöhnliche Fähigkeiten verfügt: Sie kann Engel und Verstorbene wahrnehmen, die ihre ständigen Begleiter werden. Lorna lernt allerdings früh ihre Erfahrungen zu verbergen, und viele Jahre vergehen, bis sie begreift, dass sie ihr Schweigen brechen muss, um ihre Gabe für andere Menschen einzusetzen. In diesem Buch erzählt die irische Mystikerin die berührende Geschichte ihres Lebens. Oft wird in dem Buch deutlich, wie verschieden Menschen mit dieser Begabung die Welt wahrnehmen, und bringt uns dazu, das gängig akzeptierte Weltbild zu hinterfragen und uns, sei es auch nur während des Lesens, einer größeren Realität zu öffnen.

Der Leser fühlt sich in die magische Welt von Lorna hineingesogen. Ich liebe die Art des Schreibens, die in der Geradlinigkeit und Einfachheit einem Schulaufsatz eines Kindes gleicht und von positiver Naivität nur so strotzt.

Ihr Talent mit ihrer Art des Erzählens Bilder zu malen inspiriert den Leser und man sieht für eine Weile die sich umgebende Welt mit ihren Augen.

Negativ an dem Buch war an sich nicht wirklich viel, man könnte es vielleicht im Mittelteil als etwas langatmig bezeichnen, was an den genauen Beschreibungen aller Orte und Handlungen liegt, doch genau das macht auch den Charme des Buches aus.

Die Autorin macht kein Geheimnis daraus, als Kind als zurückgeblieben abgestempelt worden zu sein, was ihre Andersheit noch mehr hervorhebt. Heute würde sie vielleicht als Legastenikerin gelten.

Was mich besonders berührt hat, war die im Vorwort handgeschriebene Message an ihre Leser, was an Autentizität kaum zu übertreffen ist.

Alles in allem, ein richtiges Wohlfühlbuch, das man meistens mit einem Lächeln wieder schließt und das ein wohlig behütetes Gefühl hinterlässt.

Eine wundervolle Bettlektüre, die Hoffnung gibt und einem den Silberstreif vor Augen führt, der in der hektischen Alltagswelt nur zu oft von Nebel bedeckt ist.

Vier von fünf 👍👍👍👍

Veröffentlicht von Eva Nasr

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